Überblick Ewald Mataré, Finnisches Rind, 1929
Finnisches Rind
Bronze ; 1929 ; 20 x 33 x 21 cm
Signiert mit dem Monogramm
Provenienz:
Nachlass des Künstlers; Galerie Vömel, Düsseldorf; Privatsammlung Hannover
Ausstellung:
Kubus, Hannoversche Kunstverein, "Klassische Moderne aus Hannoveranischem Privatbesitz", Hannover 1992
Allwetterzoo Münster/Stadtsparkasse Münster, "Animalia 85. Tierplastik des 20. Jahrhunderts", Münster 1985
Städtisches Museum Haus Koekkoek/Stadtmuseum Düsseldorf, "Ewald Mataré. Der 'Tote Krieger' in Kleve", Kleve/Düsseldorf 1985
Pfalzgalerie Kaiserslautern/Städtische Museen Heilbronn, "Ewald Mataré", Kaiserslautern/Heilbronn 1981
Galerie Alex Vömel, "Ewald Mataré. Skulpturen, Holzschnitte, Auqarelle", Düsseldorf 1975
Suermondt-Museum, "Ewald Mataré", Aachen 1973
Galerie Günther Franke, "Ewald Mataré zum Gedächtnis", München 1966
Literatur:
Sabine Maja Schilling, "Ewald Mataré – Das plastische Werk: Werkverzeichnis", Köln 1994
Ilona Zühlke (Hg.), "Animalia 85. Tierplastik des 20. Jahrhunderts", Ausst.-Kat. Westfälischer Zoologischer Garten zu Münster, Münster 1985
Städtisches Museum Haus Koekkoek/Stadtmuseum Düsseldorf (Hg.), "Ewald Mataré. Der 'Tote Krieger' in Kleve", Kleve 1985
Pfalzgalerie Kaiserslautern/Städtisches Museum Heilbronn (Hg.), "Ewald Mataré", Ausst.-Kat., Heilbronn 1981
Galerie Alex Vömel (Hg.), "Ewald Mataré. Skulpturen, Holzschnitte, Aquarelle", Ausst.-Kat., Düsseldorf 1975
Suermondt-Museum (Hg.), "Ewald Mataré", Ausst.-Kat., Aachen 1973
Galerie Günther Franke, "Ewald Mataré zum Gedächtnis", Ausst.-Kat., München 1966
Leopold-Hoesch-Museum (Hg.), "Moderne Kunst. Katalog des Eigenbesitzes", Düren 1965
"Erwerbungsberichte der Hamburger Kunsthalle", in: Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen 4 (1959)
Zeit seines Lebens beschäftigt sich Mataré mit der Tierwelt, insbesondere seinem Lieblingstier, der Kuh. 1929 kreiert Mataré das »Finnische Rind«. Das in Bronze gearbeitete und in goldbrauner Patina erstrahlende Tier ist stehend dargestellt, die dünnen Beinchen zum sicheren Stand auf einer ebenfalls bronzenen Bodenplatte montiert. Der Körper des Rinds ist eiförmig und verjüngt sich nach hinten, die Hörner sind angelegt und verlaufen nahe der fein gebogenen Rückenlinie. Die Schnauze des Tiers scheint keck nach vorne gereckt und betont in ihrer kantigen, aber doch weich gearbeiteten Ausführung das gleichgewichtige Zusammenspiel von weichen Formen und dennoch bewusst gesetzten Konturen. Die auf die geometrischen Grundformen wie Ei und Rechteck vereinfachte Darstellung besticht und zeigt in einmaliger Weise die gelungene Verbindung von Form und Material. Mataré löst sich nie vom Naturvorbild, zielt aber gleichzeitig in seinen Tierplastiken auf eine größtmögliche Abstraktion, die in seinem Werk eine Hauptrolle einnimmt. »[…] Vor allem ist es der plastische Ausdruck von Kopf und Hörnern, der […] als ein plastisches Ganzes zusammengefasst werden soll, wie ich überhaupt nun mehr beginnen kann, eine Zusammenfassung des ganzen Tieres, einer Art Komposition der einzelnen wesentlichen Teile anstrebe, ich rücke dabei äußerlich von der Natur ab, komme ihr aber darum auch wieder näher, weil ich gewissermaßen nur immer mehr vom Detail abstrahiere und alles Unwesentliche unbeachtet lasse.«1 In dieser Suche offenbart sich Matarés Suche nach vollendeter Harmonie, in der sich schließlich die geistige Dimension seiner ruhenden Tiere offenbart.

1 Ewald Mataré, »Tagebücher«, Köln 1973, 10. Juli 1936, S. 135.
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