Überblick Imi Knoebel, 14 Farben 15 Stäbe, 1993
14 Farben 15 Stäbe
Acryl auf Kunststofffolie ; 1993 ; 38 x 37 cm
Rückseitig signiert, datiert, betitelt und "2 /5" nummeriert
Provenienz:
Bärbel Grässlin, Frankfurt; Privatsammlung Deutschland
Der Maler und Bildhauer Imi Knoebel befasste sich von 1962-1964 an der Werkkunstschule Darmstadt mit den Methoden der strukturalen und konstruktiven Komposition, bevor er anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf unter Joseph Beuys studierte. Beeinflusst durch das Schaffen von Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch bedient er sich in seinen Werken einer puristisch-
geometrischen Formensprache und akribisch aufeinander abgestimmten Farbtönen, welche meist losgelöst von gängigen Farbprinzipien für sich selbst stehen. In der Dreidimensionalität, die durch die Schichtung von Materialien und Farbfeldern entsteht, erwecken seine Werke nicht nur stilistische Anklänge an Skulpturen und Installationen, sondern thematisieren das sinnliche Erleben als solches. Dazu werden Formspannung und Farbenergie von Knoebel zu höchster Intensität verdichtet und bedingen durch das visuelle Erkunden ihres Wechselspiels individuelle Vorstellungswelten auf Seiten des Betrachters.
In unseren Werken, darunter zwei aus Knoebels Stäbe-Reihe, lässt sich seine reduktive Arbeitsweise exemplarisch
ablesen: in »14 Farben 15 Stäbe« aus dem Jahr 1993 schichtet er mit Acrylfarbe bemalte »Stäbe« aus Kunststofffolie in über- und nebeneinander variierender Anordnung und tariert diese farbharmonisch aus. Der Titel gibt Aufschluss über die Anzahl verwendeter Farben und Stäbe. In diesem Fall sind es kühle Töne von Türkis und Mint zur linken und rechten Werkseite, darüber liegt ein zarter Rosaton. Die strahlenden Nuancen aus Orange und Gelb, die darunter geschichtet sind, bilden dazu einen Kontrast, der von dem satten Rot in der Mitte aufgegriffen wird.
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